23 Juni Hertie-Notizen Juni 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
auf den Wonnemonat Mai folgt der Juni als der Monat mit den längsten Tagen und vielen Ereignissen und Begegnungen. Das ist auch in der Hertie-Stiftung so und davon handeln diese Hertie-Notizen.
In den Tagen vor Pfingsten fand das Bundesfinale Jugend debattiert in Berlin statt. Tolle Debatten und inspirierende Ideen waren zu hören. Herzlichen Glückwunsch den Siegerinnen und Siegern und vielen Dank den Teams des Projekts und der Stiftung für die souveräne Vorbereitung, Begleitung und Durchführung des Bundesfinales. Wir steuern nun mit großen Schritten auf die Feier des 25-jährigen Bestehens von Jugend debattiert am 13. Juni 2026 zu. Die Zusage des Schirmherrn, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, mit uns zu feiern, liegt zu unserer großen Freude bereits vor.
Am 27. und 28. Juni findet der Hertie Summit im Harnack-Haus in Berlin-Dahlem statt – der Höhepunkt unseres Stiftungsjahres. Der Summit hat Tradition: als Ort der Begegnung, der Debatte und der Vernetzung. Fellows, Alumni, Professionals und Gäste kommen in einer offenen, sommerlichen Atmosphäre zusammen – dazu trägt nicht zuletzt der wunderbare Park des Harnack-Hauses bei.
Mentoring und Netzwerke werden an diesen Tagen sichtbar als Ausdruck gelungener Biographieförderung – ein zentrales Anliegen der Hertie-Stiftung. Gerade in Zeiten wie diesen braucht es Orte, an denen tragfähige, glaubwürdige und inspirierende Zukunftsperspektiven gemeinsam entwickelt und geteilt werden. Der Summit ist eine Einladung, genau das zu tun.
Die Internationalität der Programme ist die Chance und zugleich eine Verantwortung, über die eigenen Erfahrungen hinaus neue Ideen und Perspektiven zu entdecken.
Fellows sowie Freundinnen und Freunde der Hertie-Stiftung können sich hier zum Summit anmelden.
Eine gute Lektüre wünsche ich Ihnen und grüße Sie herzlich.
Annette Schavan
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Näher dran mit WhatsApp
Die Hertie-Stiftung auf WhatsApp
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Interviews
Dilar Kisikyol, Foto XY
„Wir haben menschliche Bewegungen noch immer nicht verstanden.“ Dr. Isabell Wochner erforscht Bewegungsvorhersage in Echtzeit
Seit Februar 2025 leitet Dr. Isabell Wochner die Forschungsgruppe „Neuromechanische Modellierung und Sensorfusion für Assistenzrobotik“ am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung. Ziel ihrer Arbeit ist es, Alltagsbewegungen mithilfe von Sensordaten und Computermodellen präzise vorherzusagen, um robotische Assistenzsysteme zu verbessern. Im Fokus steht die Unterstützung von Menschen mit Bewegungsstörungen – beispielsweise durch Exoskelette oder intelligente Kleidung mit eingebauten Aktuatoren. Jetzt lesen
„Sicherheitspolitik betrifft uns alle – auch im Alltag.“
Jugend entscheidet
Vernetzung, Beratung und Fortbildung für Kommunen
Die Jugend-entscheidet-Akademie der Hertie-Stiftung startet in ihre zweite Runde. 35 Kommunen aus ganz Deutschland nehmen teil, um neue Wege der Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik zu erproben. Das Programm bietet ein Jahr lang Fortbildung, Beratung und Vernetzung – inklusive Auftaktforum im September in Berlin. Ziel ist es, junge Menschen stärker in lokale Entscheidungsprozesse einzubinden und so langfristig kommunalpolitisches Engagement zu fördern.
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Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
Tagesschau berichtet über Mikroroboter
Forschende aus Tübingen und Stuttgart, unter anderem Prof. Martin Giese vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, entwickeln Mikroroboter, die kleiner sind als ein Haar und sich per Ultraschall oder Magnetfeld gezielt steuern lassen. Ziel ist der Einsatz in der Hirntherapie, etwa zur gezielten Nervenstimulation bei Schlaganfallpatienten – ohne große Operationen. Erste Tests zeigen Erfolg, doch bis zur Anwendung am Menschen dürften noch rund zehn Jahre vergehen.
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Table Today-Podcast
Digitalisierung und Demokratiebildung
In dieser Live-Folge diskutieren Helene Bubrowski und Elisabeth Niejahr mit Thomas Jarzombek darüber, wie neue Technologien neue Chancen an den Schulen bieten. Jarzombek ist vor kurzem als Parlamentarischer Staatssekretär in das neue Digitalministerium gewechselt und Experte, wenn es darum geht, Bildung und Digitales zusammenzudenken. Wie fördern digitale Werkzeuge und Strategien die Demokratiebildung? Jarzombek macht klar, welche Chancen er in den Tools sieht, die Erwachsene ganz selbstverständlich nutzen.
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Jugend debattiert
Deutschlands beste Debattierende ausgezeichnet
Emma Knop aus Hamburg und Valbona Hoti aus Ellwangen/Jagst sind die Bundessiegerinnen von „Jugend debattiert“ 2025. Sie überzeugten in den Finalrunden mit klugen Argumenten zu Strafmündigkeit und Desinformation. Der Wettbewerb fördert demokratische Diskussionskultur und rhetorische Bildung ab Klasse 5. Die Siegerinnen erwartet eine Akademiewoche und die Aufnahme ins Alumni-Programm. Elisabeth Niejahr betont: Debattieren stärkt zentrale Kompetenzen für die Demokratie.
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Multiple Sklerose-Forschung
Wissenschaftskommunikation im Fokus
Beim diesjährigen Symposium des medMS-Doktorandenprogramms stand in Frankfurt die Wissenschaftskommunikation im Fokus: Dr. Annika Kreikenbohm zeigte in einem Workshop, wie Visualisierungen komplexe Inhalte zugänglich machen. Am Nachmittag präsentierten medMS-Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschung zur Multiplen Sklerose – begleitet von Prof. Carmen Infante-Duarte und Dr. Lina Anderhalten. Letztere ist selbst Alumna des Programms. Sechs Stipendiat:innen verabschiedeten sich feierlich aus dem Programm. Bewerbungen für die neue Runde sind noch bis zum 15. Juni möglich.
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Hertie School
Henrik-Enderlein-Preis an Wissenschaftlerin Alice Vadrot
Für ihre herausragende Forschung zur internationalen Umweltdiplomatie und zum Schutz der Meeresbiodiversität erhält Alice Vadrot den diesjährigen Henrik-Enderlein-Preis. Die Professorin aus Wien verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit politischem Engagement und liefert wichtige Impulse für eine nachhaltige europäische Umweltpolitik.
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Demokratie-Jugendbeirat
Austausch, Idee und Engagement
Beim Jahrestreffen des Demokratie-Jugendbeirats kamen junge Engagierte in Berlin zusammen, um Projekte vorzustellen, Ideen zu diskutieren und sich über politische Teilhabe auszutauschen. Auf dem Programm standen u. a. Gespräche mit MdB Moritz Heuberger („Pizza und Politik“), der Journalistin Charlott Hallier und dem Team der Hertie-Stiftung. Besonders schön: das große Engagement alter und neuer Mitglieder – und viele Impulse für die künftige Arbeit.
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Neuroblog Hirn und Weg
Wie das Gehirn die Welt versteht – und Maschinen daran scheitern
Unser Gehirn erstellt blitzschnell innere Modelle der Welt, erkennt Zusammenhänge und plant Handlungen. Maschinen tun sich damit noch schwer. Ein neues Lernmodell – Cloned Structured Cognitive Graphs – soll das ändern und bringt Erkenntnisse aus der KI-Forschung und den Neurowissenschaften zusammen.